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Studienreise Baskenland 4ABD 2017

Seit langem führte eine Studienreise am GM wieder einmal ins Baskenland. Mit einer tollen Spanisch-Schwerpunktfachklasse, der 4ABD, und mit toller Begleitung durch unseren Rektor Herr Dr. Eugen Krieger und Englischlehrerin Daisy Schaffenberger verbrachten wir ausserordentlich erlebnis- und abwechslungsreiche Tage in Bilbao und San Sebastián. Unsere Tagesberichte wurden fast ausschliesslich von den Schülerinnen und Schülern geschrieben: Viel Spass beim Lesen der Berichte und dem Betrachten der Fotos.

Claudio Larghi

Viele der schönen Fotos hat Can Keskinaslan geschossen, entweder vom Boden oder aus der Luft. Ihm ganz herzlichen Dank dafür.

Sonntag, 24.9.17 Bilbao

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En Bilbao se permite soñar...

Etwas müde, aber aufgeregt und motiviert trafen wir uns am Bahnhof SBB, wo wir den Zug nach Zürich nahmen. Dort stiegen wir verteilt auf zahlreiche Reihen in den Swiss-Flieger. Alles verlief reibungslos; sogar die Koffer kamen in Vollzahl an. Etwas eingezwängt wurden wir rasantesten Weges zu unserem Hostel namens Poshtel gebracht. Uns blieb ungefähr eine Stunde, um uns dort einzuleben und die Umgebung zu erkunden, bevor es um 16 Uhr galt, sich pünklichst wieder zu treffen. Es ging auf einen Promenadenspaziergang bis zur Puente Zubizuri, wo die erste Präsentation stattfand. Julie und Cédric weihten uns in die Geheimnisse des Bauwerks des in vielen Städten Spaniens durch seine Bauwerke präsenten Stararchitekten Santiago Calatrava ein. So erfuhren wir beispielsweise, dass das Verhältnis zwischen der Stadt und dem Architekten nach einen Rechtsstreit, bei dem es um bauliche Veränderung geht, die Bilbao an «seiner» Brücke vorgenommen hat, angespannt ist. Anschliessend gewährte uns ein Rundfahrtboot den ersten Gesamteindruck der Stadt von der Ría del Nervión aus. Auf der Fahrt wurde klar ersichtlich, dass Bilbaos Tage als Industriestadt gezählt sind und die Architektur und der Tourismus den Protagonismus übernommen haben. Daraufhin ging es in die Catedral de Santiago. Dann trennten sich unsere Wege auf der Plaza Nueva. In Dreiergruppen durften wir Pinxtos, die baskischen Tapas, unserer Wahl entdecken. Auf dem Weg zurück ins Hostel genossen wir das abendlichen Flair auf den Strassen Bilbaos.

Maja, Cita, Gesa

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Montag, 25.9.17 Bilbao, Portugalete, Santurtzi

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Puente de Vizcaya

Nach der ersten Nacht in Bilbao standen wir relativ früh auf. Zum Frühstück gab es zu unserem Entsetzen nur einen kleinen Pintxo. Mehr oder weniger gesättigt hörten wir als ersten Programmpunkt einen Vortrag von Sandra und Beatriz über den Dichter Blas de Otero. Anschliessend fuhren wir mit der Metro bis nach Portugalete, wo Maren, Paola und Clara einen Vortrag über die Puente Vizcaya (Puente Colgante) hielten.

Doch nicht nur wir, die Schülerinnen und Schüler, haben etwas präsentiert, auch Herr Krieger hat uns etwas über die Basilika erzählt. Anschliessend konnten wir dann noch die Puente Vizcaya besichtigen. Wir fuhren zuerst mit der Gondel über den Fluss und dann mit dem Panorama-Lift 45 Meter in die Höhe. Dort konnten wir den schönen Blick auf das Meer und die Umgebung geniessen.

Danach haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine hat ein altes Fischerboot besichtigt und die andere war auf einer spannenden Führung im Fischermuseum in Santurtzi. Dort haben wir anschliessend sehr gut gegessen und sind mit der Metro zurück in die Innenstadt gefahren. Am Nachmittag hatten wir frei und alle sind in Grüppchen los, um einzukaufen und die Stadt zu erkunden. Vor dem Abendessen hörten wir einen Vortrag über die baskische Kultur, gehalten von Lissy, Catharina und Carlotta. Am Ende brachten sie uns sogar noch einen typisch baskischen Tanz bei.
Zu Abend gegessen haben wir alle zusammen in einem guten Restaurant namens Foodoo. Um 23 Uhr kehrten wir ins Hostel zurück.

Paola, Clara

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Un muelle de San Sebastián a vista de pájaro

Freitag, 29.9.17 San Sebastián

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Todo el grupo en el los jardines del Palacio Miramar

Den Freitag starteten wir recht sportlich. Vom Hostel aus legten wir einen satten Sprint zur Busstation zurück, um so das gewünschte Transportmittel elegant grade noch so zu erwischen. Ein paar Stationen und Gespräche mit Einheimischen später spuckte uns der Bus ganz in der Nähe des Stadions Anoeta, der Heimstätte des städtischen Fussballvereins Real Sociedad San Sebastián aus. Unser Ziel war allerdings nicht der Fussballtempel sondern der nahegelegene Frontón Carmelo Balda, eine Sportstätte, wo das urbaskische Spiel «Pelota» praktiziert und von Zuschauern besucht wird. Zwar kamen wir nicht in den Genuss eines Spiels, allerdings durften auf der Tribüne -mit bester Aussicht auf das Spielfeld- einem äusserst spannenden Vortrag von Philippe und Florent lauschen, die uns die Geschichte, Regeln und die Eigenheiten dieser für die Basken so traditionsreichen Sportart näherbrachten. So erfuhren wir beispielsweise, dass es mehr als 7 verschiedene «especialidades» dieses Spiels gibt, wobei die schnellste und vielleicht spektakulärste die sogenannte Cesta Punta ist, bei der mit einer Art geflochtenen Schiene, chistera genannt, gespielt wird. Dabei erreicht die pelota, das Spielgerät, eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h. Das erklärt die Helmpflicht und die Abtrennung des Spielfelds zur Tribüne hin durch einen Drahtzaun. Im Anschluss an den Vortrag durften wir die Variante Pelota Mano ausprobieren, die ohne Hilfsmittel und mit der blossen Hand gespielt wird. Einige unserer Klasse entpuppten sich als wahrhaftige Pelota Talente, die vielleicht schon bald auf der baskischen Tour mitspielen werden. Von so viel körperlicher Aktivität mussten wir uns anschliessend mit einer Einkaufstour in einem supermercado erholen, wo wir uns unser Mittagessen kauften. Per Bus ging's weiter zum Palacio Miramar bzw. dessen vorgelagerten Park, wo wir mit prächtiger Aussicht auf die Bahía de la Concha und die beiden Hausberge San Sebastián's (Monte Urgull und Monte Igueldo) die eingekauften Köstlichkeiten genossen. Die letzte «charla» der Studienreise war Noa und Eva vorbehalten: auf einer steinigen Terrasse am Fusse des Monte Igueldo und quasi im Meer stehend, teilten die beiden mit uns ihr spannendes Hintergrundwissen zum berühmten Bildhauer Eduardo Chillida, dessen berühmtes Kunstwerk «El peine del viento» wir während den Erzählungen bestaunen konnten. Nun wissen wir, dass im Innenhof unseres Kunstmuseums auch ein Chillida steht und dass der Kamm des Windes eigentlich aus 23 Skulpturen bestand, von denen nur deren drei die felsige Küste vor Chillidas Geburtsstadt schmücken. Um den schönen Nachmittag abzurunden besuchte eine Gruppe die Aussichtsterrasse des schon zweimal zitierten Berg auf der linken Seite der Bahía und ein kleineres Grüppchen nahm das Aquarium San Sebastián's genauer unter die Lupe. Als Belohnung für die vielen zurück gelegten Kilometer gab es am Abend in der berühmten Calle 31 de agosto einen Stehapéro mit einem bis zwei Pintxos inkl. Getränk für alle. Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler in Grüppchen die Altstadt noch etwas unsicher machen, wobei gemunkelt wird, dass der oder die eine sogar noch das Tanzbein geschwungen haben soll. Ein toller Tag endete für alle pünktlich zur vereinbarten Zeit im Hostel und dann im mittlerweile lieb gewonnenen, wenn auch nicht luxuriösen Bett. 

Claudio Larghi

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Dienstag, 26.9.17 Bilbao

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El Museo Guggenheim de Bilbao

Der Tag begann für einige frühmorgens; die sportlich Motivierten krochen bereits um halb 8 aus dem Bett, um mit Herrn Larghi etwas Sport zu treiben, bevor sie vom Regen wieder nach Hause getrieben wurden. Zum Spielfeld wurde gejoggt, gespielt wurden Basketball und Fussball. Nach einer kurzen, aber sehr erfrischenden Dusche trafen sich die Sportler mit den Langschläfern zum Frühstück im Hostel.

Der erste gemeinsame Programmpunkt des Tages war der Besuch des weltbekannten Guggenheim-Museums. Vor der Pinakothek hielten zwei unser geschätzten Mitschüler als Einführung einen sehr interessanten Vortrag über den Bau und die darin ausgestellten Kunstschätze. Unsere 30-köpfige Truppe teilte sich in zwei Gruppen auf und jede erhielt eine separate Führung durch das Museum.
Um unseren wachsenden Hunger zu stillen, machten wir eine Mittagspause. Zu essen gab es allerlei, von Sushi bis zu Hamburgern war alles dabei.
Vom "Guggenheim" fuhren wir mit dem Funicular zum Aussichtspunkt Artxanda, der uns eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und Landschaft Bilbaos bescherte und Gelegenheit gab, eine Million Fotos zu schiessen. Ein zweiter Vortrag wurde dort über das baskische Essen gehalten und wir wurden von Herrn Larghi angewiesen, vor unserer Abreise mindestens einen Pintxo zu essen, ansonsten wir "leider im schönen Baskenland zurückbleiben müssten“. Danach schleppten wir uns mit langsam ermüdenden Beinen zu der Kirche Begonia.
Unser Programm war mit der Besichtigung der Kirche beendet und wir alle hatten das Gefühl, unsere Beine würden abfallen. Es war mit Abstand der anstrengendste Tag, da wir gefühlt hundert Kilometer gelaufen waren. Danach haben wir nur noch zu Abend gegessen, fielen ausnahmslos mit müden Beinen ins Bett und schliefen innerhalb von wenigen Sekunden ein. 

Carlota, Lissy, Catarina

Donnerstag, 28.9.17 San Sebastián

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Vista panorámica desde el Monte Urgull

Unseren ersten Tag im sommerlichen San Sebastián haben wir mit einem Frühstück in Gruppen auf einem schönen Platz begonnen. Später erklommen wir gemeinsam den Monte Urgull . Auf halber Strecke hielten Jil und Gesa einen Vortrag über die baskische Sprache, welche uns die ersten Tage schon oft begegnet war. Danach wussten wir genau, was Kaixo, Eskerrik Asko und Agur heisst, nämlich «hallo», «danke» und «auf Wiedersehen». Wie bereits andernorts haben wir auch hier mit einer Drohne ein Foto geschossen, wobei wir den Namen unserer Schule, „GM“, formten. Auf dem Urgull angekommen, blickten wir auf die wunderschöne "Concha", Donostias berühmten Strand. Wir besuchten das kleine Museum im Fort, welches uns über die Geschichte San Sebastiáns und mit einem toll gemachten Animationsfilm die wichtigsten Projekte der Stadtentwicklung in den letzten Jahrzenten informierte.

Nach dem Abstieg verpflegten wir uns erneut in Gruppen, diesmal in der Altstadt, die uns mit ihren Eisdielen und Cafés den Sommer zurückbrachten. Nach dem Mittagessen ging die Hälfte der Schülerinnen und Schüler an den Strand, die anderen spazierten durch die Stadt und erkundeten die unzähligen kleinen Boutiquen.

Cita und Maja berichteten in ihrer Präsentation vom Filmfestival in San Sebastián, welches gerade im Gange war und die Stadt in eine glamouröse Atmosphäre tünchte, mit roten Teppichen und eleganten Garderoben der Passanten, jedoch nicht überkandidelt, was uns sehr gefiel. Der Abend klang mit dem gemeinsamen Nachtessen und anschliessenden Spaziergang durch die Strassen der Stadt aus.

RachelJil, CanLaurentGuillermo

Mittwoch, 27.9.17 Bilbao - Guernica - Zumaia - San Sebastián

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Flysch en Zumaia

Am Mittwochvormittag mussten wir schon früh auf den Beinen sein, da wir Bilbao verliessen und uns mit einem Bus auf den Weg nach San Sebastián machten. Um 9 Uhr wurden wir abgeholt und legten einen kleinen Umweg mit zwei Zwischenstopps ein. Den ersten Halt machten wir in Guernica. Das Wetter war wunderbar und wir genossen die herbstlichen Sonnenstrahlen. In Guernica kamen wir in den Genuss der Präsentation von Luna und Rachel über den Spanischen Bürgerkrieg und das Gemälde "Guernica" von Pablo Picasso. Danach erhielten wir einen geführten Besuch durch das Museo de la Paz. Dabei lernten wir interessante Details über Guernicas Geschichte, den Bürgerkrieg und insbesondere den deutschen Luftangriff im Jahre 1937. Die Ausstellung von unterschiedlichsten, modernen Versionen von Picassos Guernica. Nach dem Museumsbesuch picknickten wir in einem schönen Park. 

Anschliessend fuhren wir nach Zumaia, einer Ortschaft, welche für ihren wunderschönen Strand und die herrliche Aussicht bekannt ist. Typisch für Zumaia ist auch das sogenannte Flysch, eine Gesteinseinheit, die sehr bekannt für ihre genauen Unterteilungen der aufgeschichteten Gesteinsplatten ist. Einige gingen nach dem Vortrag über das Flysch im Meer baden, andere begaben sich mit Herrn Krieger auf eine kleine Wanderung zu einem Felsen, um die wunderschöne Aussicht auf das Meer zu geniessen. Nach diesem wunderschönen, aber kurzen Aufenthalt in Zumaia, fuhren wir Richtung San Sebastián. Dort angekommen, bezogen wir unsere im Vergleich zu Bilbao etwas enttäuschenden Zimmer. Die Enttäuschung schlug jedoch rasch in Begeisterung um, da für uns am Abend am Festival de Cine de San Sebastián ein Film auf dem Programm stand. Der Streifen handelte von einer jungen Architekturstudentin aus Barcelona, die ein Austauschjahr in Berlin verbrachte. Da das Erzähltempo aussergewöhnlich langsam war, gefiel der Film nicht allen; allerdings regte er zu intensiven Gesprächen an.

Maren, Valentina

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Samstag, 30.9.17 San Sebastián - Aeropuerto de Bilbao - Basel

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La playa de La Concha desde el avión (casi...;-))

Die Rückreise am Samstag verlief recht ruhig. Trotz verbreitetem Grippegefühl hatte uns die gute Laune nicht verlassen. Am Morgen, nach dem Packen gab es ein letztes Mal ein spanisches Frühstück. Gestärkt kehrten wir ins Hostel zurück, räumten unsere Zimmer auf und checkten aus. Mit dem Koffer in der Hand ging es dann zum Reisebus und wir nahmen die Autobahn Richtung Bilbao. Es fiel uns schwer, vom Baskenland Abschied zu nehmen, aber das schlechte Wetter machte es uns etwas leichter. Wir durften wie Erwachsene selbst einchecken und durch die Sicherheitskontrolle gehen. Danach hatten wir Freizeit und schlenderten in Grüppchen durch den Flughafen, kauften uns Verpflegung und warteten auf die Bekanntgabe der Gate-Nummer. Der EasyJet-Flieger brachte uns nach Genf, wo es bei der Gepäckausgabe zur einzigen Komplikation der Reise kam. Das verspätete Gepäck führte dazu, dass wir durch den Flughafen rennen mussten, um den Zug zu erwischen. Während der dreistündigen Zugreise spielten wir, hörten Musik und entspannten uns. In Basel angekommen, verabschiedeten wir uns mit wohligem Gefühl in die Ferien.

Cédric, Julie

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