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Mathematik

Kontakt zum Fachpräsidium Mathematik

Herr Dr. Thomas Schindler: thomas.schindler@edubs.ch

Als Beitrag zur Allgemeinbildung schult der Mathematikunterricht das exakte Denken, das folgerichtige Schliessen und Deduzieren, einen präzisen mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch und den Sinn für die Schönheit mathematischer Strukturen, Modelle und Prozesse. Er fördert das Vertrauen in die Kraft des eigenen Denkens. Charakteristisch für die Mathematik sind ihre strengen Beweise und die entsprechende Sicherheit ihrer Resultate. Der axiomatisch-deduktive Stil, mathematische Erkenntnisse zu sichern, ist seit alters Vorbild für Wissenschaft schlechthin gewesen.

Die Mathematik erfüllt zwei wichtige Funktionen. Einerseits bildet sie eine Basis der Naturwissenschaften und der Ingenieurdisziplinen; ohne Mathematik wären die modernen Errungenschaften der Technik nicht denkbar. Andererseits ist die Mathematik als eigenständige Wissenschaft ein wesentlicher Teil unserer Kultur.

Da Erfolgserlebnisse in der Mathematik nur mit Interesse, Geduld und Ausdauer erreicht werden können, ist es notwendig, dass der Mathematikunterricht die Konzentrationsfähigkeit, das Durchhaltevermögen und die geistige Beweglichkeit schult. Dazu sind Zeit, Geduld und Musse unerlässliche Voraussetzungen. Insbesondere soll im Mathematikunterricht genügend Raum vorhanden sein, um Strategien zur Lösung von Problemen zu entwickeln, die Entdecken und Erfinden, logisches Argumentieren und Schliessen erfordern.


Folgende Grundhaltungen und Grundfähigkeiten sollen den Schülerinnen und Schülern vermittelt werden:

  • Schülerinnen und Schüler sind dialogfähig und dialogwillig. Sie können Aussagen genau aufnehmen, an Beispielen und Gegenbeispielen verdeutlichen, Aussagen logisch anordnen und prüfen. Sie halten sich an Definitionen und können Vermutungen aussprechen, begründen oder widerlegen. Desgleichen sind sie offen für Verbindungen zu anderen Fächern, in denen mathematische Begriffsbildungen und Methoden nützlich sind. Sie können sowohl in der Gruppe als auch allein arbeiten.
  • Sie lernen, mathematische Situationen - auch neue - zu erzeugen und mit ihnen umzugehen. Sie können Probleme lösen, d.h. Gesetze erkennen, gegebene Daten variieren und kombinieren, Regeln abändern, Beispiele und Analogien suchen. Sie sind offen für die spielerische und ästhetische Komponente mathematischen Tuns und bereit, mathematisch zu experimentieren.
  • Sie können mathematisieren, das heisst, sie lernen, wie man inner- und aussermathematische Situationen mit Hilfe mathematischer Mittel ordnen kann. Technische Hilfsmittel benutzen sie kritisch. Sie sind gewillt, mathematische Probleme zu erkennen und die verfügbaren Kräfte und Mittel für Lösungen einzusetzen. Dazu begegnen sie der Mathematik positiv und sehen deren Stärken und Grenzen.