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Madrid 2011

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Bericht der Studienreise der Klasse 4e GM 2011/2012 nach Spanien

Samstag, 24.9.2011
Samstag, 14:45 Uhr: erste Nervenprobe am Euroairport. Nach ewigem Anstehen in einem dantesken Szenario vor dem EasyJet-Schalter, schafften wir es doch noch ins Flugzeug. In Madrid ging alles etwas schneller, dafür waren die Wege grossstädtisch. Schliesslich schafften wir es, uns bei den „Musen“ einquartieren und anschliessend noch zu Abend zu essen. Es war ja erst 22.00 Uhr...

 

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Sonntag, 25.9.2011
Unser erster Tag in Madrid begann mit einer wichtigen Besichtigung, das Estadio Santiago Bernabéu. Vorbereitet wurden wir von Martin und Maurice mit einem Vortrag über den Stellenwert des Sports in Spanien. Die Führung durch das Stadion brachte uns dem Rey del Deporte einiges näher. Zwei Stunden waren wir von Fussballegenden, Pokalen und Real Madrid Fans aus allen Herren Ländern umgeben. Sogar die grada cero durften wir betreten. Unser Motto: „Never change a winning team!“.
 

 

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Von den Zuschauermassen ging es direkt weiter zu den Einkäufermassen im berühmten Rastro, dem wöchentlich stattfindenden Flohmarkt im Quartier Latina. Leider war die Zeit etwas kurz, denn das Programm sah keine Verschaufpausen vor. Für das eine oder andere Souvenir reichte aber doch noch.
Ganz anders ging es nach dem Mittagessen weiter mit einem „Bildersturm“ im Museo del Prado. Von Patinir über Rafael zu Goya und zurück zu Frà Angelico wurden wir von Herrn Pombo durch die ehrwürdigen Säle der Pinakothek und die Geschichte der Abendländischen Malerei kutschiert. Viele Eindrücke, einige Einblicke und den Rest durften wir selbst bestimmen.
Mit der Kultur alternierte die Natur. So gingen wir nach dem eindrücklichen Prado in den nahegelegenen Parque del Retiro und gönnten uns an einem schönen Platz eine Erfrischung. Anschliessend gab es freiwilliges Rutschbahnfahren im Palacio de Cristal.
Elisas Vortrag über die kulinarischen Gepflogenheiten in Spanien (im Restaurant in dezenter Umgebung) rundete den Tag ab.

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Montag, 26.9.2011
Um 9.00 Uhr ging es schon wieder los. Mit frischen Kräften nahmen wir Tag 2 in Madrid in Angriff. Der Bahnhof von Atocha, unser erster Halt, besticht vor allem durch seine tropischen Pflanzen und das Denkmal an die Attentate vom 11. März 2004, bei dem fast 200 Menschen ums Leben kamen.
Im Museum Reina Sofia stand selbstverständlich Picassos Guernica im Mittelpunkt, den Franziska und Herr Pombo auch eingehend kommentierten. Danach gab es zwei Besuchsmöglichkeiten: die meisten entschieden sich für die individuelle.
Am Nachmittag zeigte uns eine sehr kompetente Führerin das Palacio Real. Wir aber waren schon sehr gut darauf vorbereitet Dank des Vortrags von Charlotte und Salome, die uns gleichzeitig auch etwas über die Catedral de la Almudena erzählten.
Der zweite Teil des Nachmittags diente der individuellen Erkundung der Madrilenischen Einkaufsmeile und der Reflexion über das eigene Konsumverhalten. Doch zum Abschluss des Tageswerks fehlte noch ein Höhepunkt: Zu mittlerweile gewohnter Spanischer Zeit (22.00 Uhr) besuchten wir in Las Tablas bei der Plaza España eine sehr eindrückliche Flamencoshow. Alle waren begeistert.

 

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Dienstag, 27.9.11
Nach dem Frühstück begann die Entdeckungsfahrt auf der Plaza Mayor, wo William für uns die unzähligen Begebenheiten Revue passieren liess, die sich auf diesem ereignet haben. Anschliessend fuhren wir mit dem Charterbus durch die modernen Viertel aus Madrid hinaus und ins berüchtigte Valle de los Caídos nordwestlich von Madrid. Während die Fahrt von lauter Musik und schöner Landschaft geprägt war, wurde es vor – und vor allem in – der Basilika ziemlich düster. Alexander stellte uns dieses in Europa wohl einzigartige faschistische Monument vor und schilderte uns seine traurige und empörende Geschichte.
Kulinarisch hatte die Studienreise auch einiges zu bieten, wenn auch nicht immer in Herrn Pombos Sinne. Doch für einmal gestand er uns ein italienisches Gericht zu. Buon appetito!
Der Escorial beeindruckte uns sehr, vor allem der königliche Pantheon und die Pudrideros, in denen die Leichname der verstorbenen Monarchen jahrzehntelang vor sich hin faulen…. Kira und Susanne gaben uns alle Fakten zum Palast und zu den Spanischen Königslinien vom Habsburger Felipe II bis don Juan Carlos I de Borbón y Borbón.
Welcher Ort wäre geeigneter, um einen Vortrag über den öffentlichen Verkehr zu halten als ein im Busbahnhof geparkter Car? Für Janic machten wir’s möglich. Über das Bordmikrophon präsentierte er uns Fakten zu Spaniens Strassen- und Schienenverkehr in den Städten, den Agglomerationen und im Überlandverkehr.
Den Abend verbrachte der Grossteil der Klasse jubelnd und mitfiebernd im Santiago Bernabéu, wo Real Madrid Ajax Amsterdam mit 3:0 vorführte. Aber in einem ist der FCB den Blancos halt doch überlegen: dem 12. Spieler...

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Mittwoch, 28.09.2011

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Bei der Fahrt von Toledo nach Madrid (wenige schafften es zum Frühstück)wurde uns Janics Vortrag wieder gegenwärtig. Man muss gestehen, dass der Schienenverkehr in Spanien – wenigstens auf gewissen Strecken – weit entfernt von den gängigen Stereotypen ist. Die Fahrt nach Toledo war nicht nur sehr schnell, sondern auch äusserst komfortabel.
Das imperiale Toledo ist mittlerweile auf den Rang einer mittleren Stadt gesunken, beherbergt aber noch praktisch alle Schätze seines verlorenen Glanzes auf dem vom Tajo umspülten Hügel. Vor allem das Zusammenleben der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam ist überall präsent. Entsprechend besuchten wir die Kathedrale und Sitz des Primas von Spanien, die Moschee Santa María la Blanca und die Synagoge Cristo de la Luz. Den Namen der beiden letzteren entnimmt man, dass sie in weniger toleranten Zeiten zweckentfremdet wurden. Der letzte offizielle Besuch in Toledo war im Kloster San Juan de los Reyes, der ursprünglich als Grabstätte der Katholischen Könige gedacht war und Herrn Pombos gotische Seele baumeln liess.
Anschliessend gingen wir in den verwinkelten, schönen Gässlein von Toledo spazieren, kauften Souvenirs und Geschenke. Die Lehrkräfte erspähten wir zum letzten Mal in der Nähe einer Cervecería… Nach einem wunderschönen Tag fuhren wir im Avant wieder zurück nach Madrid.
 

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Donnerstag, 29.9.2011
Schweren Herzens verliessen wir Madrid mit dem öffentlichen Überlandbus. Die dreistündige Fahrt diente vielen zum Ausruhen, denn die Tage waren lang und intensiv gewesen. Deshalb genossen nicht alle die wunderschönen Meseta-Bilder, die an unseren Augen vorbeigingen. Das Hotel Reyes Católicos war nach den „Musen“ überraschend schön, da lonhte sich das kleine Abenteuer vom Busbahnhof in einem zum bersten gefüllten Stadtbus quer durch die Stadt. Kaum geduscht und frisch gemacht, stand ein Rundgang durch die Altstadt an. Unser Reiseführer don Manuel zeigte uns die verschiedensten Facetten dieser universitären Stadt mit ihrer herausragenden Architektur. Danach schwärmten wir aus, um intensives Shopping zu betreiben. Wir kehrten müde ins Hotel zurück, die Meisten (Frauen) schwerbeladen mit Shoppingbeute. Das Abendessen war wohl der Flop der Woche, die Mehrheit hatte mit unkenntlichen Speisen zu kämpfen. Vielleicht besser so... Nach dem Essen durften wir uns (dafür?) unter die Salmantiner mischen.
 

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Freitag, 30.9.2011
Der Arbeitstag fing um 9.00 Uhr mit zwei spannenden Vorträgen an. Livio berichtete uns über das Republikanische Abenteuer Spaniens und sein tragisches Ende; Florence und Jasmins Vortrag behandelte die äusserst reiche und verschiedenartige Tierwelt Spaniens, mit Schwerpunkt auf die beiden wichtigsten Nationalparks (Picos de Europa und Doñana). Danach ging es weiter mit Herrn Pombos Führung durch die beiden Kathedralen von Salamanca. Es ist unglaublich, wie schön und gut erhalten diese zwei Kathedralen sind. Das war schon fast das Ende des happigen Kulturprogramms.
Die ungewohnt lange Mittagspause wurde für Essen, Siesta, Shopping und kleine Sünden genutzt. Um 17.00 Uhr ging es weiter im Museo Art Nouveau y Art Déco. Trotz ins Wasser gefallener Führung (Herr Pombo kann sich sehr ärgern), waren das Gebäude an sich und die fabelhaften Exponate den Besuch allemal Wert. Um 21.00 Uhr gab es das abschliesende Nachtessen und im Anschluss noch etwas Fiesta estudiantil.
 

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Samstag, 1.10.2011
Am Samstagmorgen trafen wir uns bereits um 8 Uhr mit gepackten Koffern in der Hotellobby. Viele von uns sahen ziemlich müde aus, denn nach dem grossen Kulturprogramm, das wir sieben Tage lang bewältigt hatten, wurde der letzte Abend noch mal richtig genossen und es wurde auch etwas später als sonst. Die Rückreise mit drei Verkehrsmitteln lief ungemein reibungslos. Einzig am Busbahnhof hätten wir uns noch – ohne dass jemand richtig wusste, weshalb – fast Ärger mit einer aufgebrachten Putzfrau eingehandelt. Glücklicherweise wurden wir von einem freundlichen Spanier lautstark verteidigt. Eine aussergewöhnliche Möglichkeit, unseren Wortschatz zu erweitern... Die Busfahrt hingegen verlief wegen des allgemeinen Schlafmangels ziemlich ruhig. Um zwei Uhr waren wir dann auch schon in den Wolken. Mit etwas Verspätung kamen wir um halb fünf glücklich und erschöpft wieder in Basel an.