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Andalusien 2008

Mit der Klasse 4c nach Andalusien

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Sonntag, 30.3.08
Wir trafen uns um 5:15 beim Check-in am Euroairport Basel, was für viele deutlich zu früh war. Es kamen dann aber doch noch alle mehr oder weniger rechtzeitig, und so konnten wir den zweieinhalbstündigen Flug nach Málaga ohne grössere Zwischenfälle antreten. Wir hatten nach der Landung kaum Gelegenheit, die ersten Palmen zu bewundern, schon mussten wir mit dem Bus zuerst über die holprigen Strassen Málagas, dann auf Spaniens modernen Autobahnen nach Granada fahren. Dort angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Hotel, was sich als nicht allzu leicht herausstellte. Wir dachten, eine Ruhepause wäre nach so viel Reiserei angebracht, Herr Pombo hatte jedoch andere Pläne. Er startete bereits das kulturelle Programm mit dem Besuch der Kathedrale. Nach der Besichtigung hatten wir ein wenig Freizeit und nutzten diese, um Granada ein bisschen zu erkunden. Herr Pombo warnte uns noch: ¡pero no se pierdan!, was bei dem Labyrinth aus kleinen Gässchen, aus welchen das Stadtzentrum besteht als angemessene Ermahnung erschien. Zu Abend assen wir in einem typisch spanischen Restaurant, wo man uns zum ersten Getränk Tapas, Migas und im Anschluss raciones oder media raciones servierte.

Montag. 31.3.08
Nach einer kurzen, aber erholsamen ersten Nacht in Granada machten wir uns am noch frühen Morgen auf den Weg in die Paläste und Gärten der Alhambra. Wir kämpften schon mit den noch verhältnismässig kühlen Morgentemperaturen, genossen dennoch die wunderschöne Anlage der Alhambra und erfuhren reichlich von der atemberaubenden Geschichte und Vergangenheit Andalusiens.
Auf dem Rückweg in die Stadt erkundeten wir zahlreiche Gassen, Plätze und Souks (zocos en español). Zauberhaft präsentierte sich die Atmosphäre Granadas mit zunehmend steigenden Temperaturen. Da wir die Kathedrale bereits besucht hatten, blieb uns als Sakralbau noch die anliegende, auf Geheiss der Katholischen Könige erbaute Capilla Real zu sehen, das eindrückliche Grab Fernandos und Isabels sowie dasjenige von Juana la Loca und ihrem Ehemann Felipe el Hermoso.
Der Rest des Tages stand uns zur freien Verfügung, was wir zu Genüge auskosteten. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen auf der Dachterasse und gingen am Abend gemeinsam essen.

Mittwoch 2.4.08
Unsere Tage in Granada waren gezählt. Die Busreise nach Córdoba stand uns bevor, was die kurze Nachtruhe noch mehr beschnitt, in welcher man sowieso nur wenig Schlaf gefunden hatte, da man von Zeit zu Zeit von erruptiv auftretenden Schnarch-Arien eines Zimmerkumpanen unsanft aus dem Schlaf gerissen wurde. Einen letzten Blick über die Schulter werfend, sich reumütig eine verschämte Abschiedsträne aus dem Augenwinkel wischend stieg man in den Bus, nahm seinen Platz ein und liess sich in den Schlaf schaukeln. Im malerischen Córdoba angekommen, bezogen wir unsere Zimmer im Hotel, welches unseren Ansprüchen vollends genügte, da jedes Zimmer über ein schönes Bad, einen Fernseher mit zwanzig spanischen Dauerwerbesendungs-Kanälen und einen begehbaren Kleiderschrank verfügte. Danach zogen wir aus, um unseren Hunger zu stillen und uns ein typisch spanisches Essen im Burger King zu besorgen (das war die Ausnahme).
Gesättigt und getränkt flanierten wir träge durch die Altstadt der einstigen maurischen Metropole zur berühmten Mezquita hin, in der auch die Catedral de Córdoba buchstäblich untergebracht ist. Nach der Führung durch diese einst sogar noch grössere Säulenhalle (vor dem Bau der Kathedrale, die sich in der Mitte des Grundrisses der Moschee befindet), machten wir uns auf den Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem Alcázar, in dessen imposanten Garten wir ein wenig verweilen durften. Mit der festen Absicht, im nächsten Leben entweder als Spanischer oder Maurischer König wiedergeboren zu werden, machten wir uns auf, unseren kulturellen Plan für diesen Tag zu vervollständigen und schritten wissensdurstig wie immer auf den Torre de la Calahorra zu.
Wenig später, aber sehr informiert über die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den drei Völkern (Juden, Christen, Araber) im alten Andalusien, verliessen wir das Museum und lenkten unser Interesse in kulinarische Bahnen. Satt und zufrieden, mit ein bisschen Häme an die zitternden Schulkameraden in Basel denkend, entschlummerten wir schliesslich in unseren Betten und stärkten und für einen weiteren Tag voller noch unbekannten Wissens, warmen Wetters und gutem Essen.

Donnerstag 3.04.08
Nach einem ausgiebigen Frühstück in Córdobas feinstem Café, machten wir uns auf den Weg nach Medina Azahara, eine arabische Königsstadt. Nach einer halben Stunde Busfahrt kamen wir an. Dort erhielten wir eine Broschüre und durften selbstständig diese Stadt besichtigen. Einige hielten noch an Herrn Pombos Erklärungen fest, nachdem er sich endlich über den Wachmann und dessen Unwissenheit betreffend Bilateralen Veträgen Schweiz-EU genervt hatte. Wir sahen eindrucksvolle Ruinen, die auf eine erstaunliche Kultur schliessen lassen und erahnen lassen, in welcher Blüte das Emirat von Córdoba unter dem Kalifen Abderramán III im 10. Jh. stand.
Das Mittagessen gestalteten wir an diesem Tag individuell. Eine Gruppe verwegener Schüler führte unter der kundigen Anleitung Herrn Larghis, ein anspruchvolles Spanisch- und Sportprogramm an der prallen Nachnmittagssonne Córdobas durch. Dazu gehörten im ersten Teil das Bestellen eines Bocadillos in einem kleinen Lebensmittelgeschäft und das Frisbeespielen in einem mit Bäumen und Hundeexkrementen versetzten Park. Im zweiten Teil dann, musste ein Koordinationsparcours für betagte Leute (parque para mayores) absolviert und eine Partie ultimate gespielt werden. Den krönenden Abschluss bildeten der Besuch eines Kinderspielplatzes sowie eine äusserst schwierige Bewegungsaufgabe, wo es unter anderem ums Gleichgewicht ging. Andere Schüler nutzten die Zeit dazu, die Stadt näher zu erkunden. Mit gefüllten Taschen und leeren Geldbeuteln besammelten wir uns um 19.30 zur Busfahrt nach Sevilla. Dort angekommen wurden wir von der abendlichen Hitze überwältigt. Im Hotel Triana Backpackers kamen wir erschöpft an und schliefen sofort ein.

Freitag,4.4.08
Am Freitag durften wir erstmal ein bisschen ausschlafen. Um 9:30 war Treffpunkt im Hotel. Danach besuchten wir den Alcázar, einen wunderschönen Palast, der von den Muslimen gebaut und dann von den Christen übernommen und erweitert wurde. Um 12:30 gingen wir in die Kathedrale, wo wir die Giralda, den berühmnten Turm, der einst das Minarett der dort befindlichen Moschee war, hinaufstiegen und einen herrlichen Ausblick auf Sevilla geniessen konnten. Später durften wir die Stadt auf eigene Faust erkunden. Um 14:30 trafen wir uns zu einem freiwilligen Spaziergang mit Herrn Pombo. Die schönste Sehenswürdigkeit war die Plaza de España, ein Ort, wo alle Provinzen Spaniens verewigt sind. Das Monument wurde übrigens 1929 anlässlich der Exposición Iberoamericana errichtet. Nach dieser Tour in der Hitze von Sevilla bei gut 37 Grad Celsius kehrten wir ins Hotel zurück und hatten Zeit, uns zu erholen, bevor wir ein Tablao Flamenco besuchten. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Abendessen und anschliessendem Drink beendet.

Samstag 5.4.2008
Nach einer kleinen Verspätung, starteten wir unseren letzten erlebnisreichen Tag im angenehm warmen Sevilla mit einem Besuch der Real Maestranza, dem berühmten Stierkampfplatz Sevillas. Eine eindrückliche Führung der 250-jährigen Arena überzeugte einen Teil von uns sogar, sich abends einen Stierkampf anzuschauen. Sie haben sich diese Tickets für etwa 25 Euro gekauft. Anschliessend hörten wir eine interessante Präsentation von Thierry und Olivier über die Torre del Oro an.
Der „Goldturm“ ist ursprünglich ein militärischer Turm, der jedoch vom Rest der eigentlichen Stadtmauer von Sevilla getrennt steht. Sein Name wird von seiner Kachelbekleidung abgeleitet, die in der Sonne goldene Spiegelungen zeigt. Andere Theorien besagen, dass der Name auf die Nutzung als Lagerungsort der Reichtümer aus Übersee zurückgeht.
Kurz darauf begaben wir uns auf ein Schiff, das uns mit Erklärungen zu Gebäuden und Monumenten auf dem Guadalquivir (arab.: grosser Fluss) ca. eine Stunde lang das sonnige Wetter geniessen liess.
Den Nachmittag hat dann jeder individuell gestaltet. Einige haben sich in einem Park an der Sonne ausgeruht, andere setzten sich in den Schatten oder kühlten sich mit einem Eis von den rund 35 °C ab. Ein paar gingen einkaufen und erkundeten die Stadt. Etwa fünf von uns gingen sich noch die Torre del Oro anschauen, von deren Zinnen sich dem Betrachter ein wunderschöner Ausblick bietet.
Abends ging ein Drittel unserer Klasse an den Stierkampf, den nicht alle als ganz so atemberaubend empfanden. Auch wenn es niemand zugeben würde, war es die Erfahrung bestimmt wert.
Zu guter Letzt speisten wir in einem Restaurant, in dem unglücklicherweise der schockierende Stierkampf im Fernseher zu sehen war. Das Essen war gut, aber der Service besser.
Nach dem Essen, wollten wir einen Club aufsuchen, um unseren letzten gemeinsamen Abend in Spanien tanzend zu feiern und um die eben verschlungenen Kalorien loszuwerden. Im ersten Club namens „Elefunk“ konnten wir mit der Musik (Funk, Jazz etc.) nicht wirklich etwas anfangen. Als zogen wir los und fanden nach einem Stückchen laufen einen modernen Club, wo der gespielte Musikstil mehr unseren Vorstellungen entsprochen hat (Hip Hop, House etc.). Beim Tanzen haben wir uns enorm amüsiert und waren somit auch schwer aus dem „Catedral Club“ hinauszukriegen. Trotzdem machten wir uns bei Gelegenheit auf den Weg zurück ins „Triana Backpackers“, da wir am nächsten morgen für den stressigen Reise-Tag um 7 Uhr aufstehen mussten.
 

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