Wien 2012, 4E

Bericht der Studienreise

Sonntag

Am Sonntag, dem 23. September versammelten sich die PPP-Klassen am frühen Morgen am Basler Bahnhof, von wo aus sie mit dem Zug nach Zürich fuhren. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Zürich ging es mit dem Zug weiter Richtung Wien. Leider verlief die Reise nicht ganz nach Plan, aber nachdem auch das Reservationsproblem im Zug gelöst worden war und alle Mitglieder einen Sitzplatz hatten, verlief der Rest der Fahrt ohne weitere Konflikte.
In Wien angekommen wurde die U-Bahn zum Hotel genommen.  Später am Abend konnten wir schon erste Eindrücke der Stadt gewinnen, als wir zu Fuss zu einem kleinen italienischen Restaurant spazierten, um dort ein leckeres Essen zu geniessen. (Cassandra)

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Montag

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel Geblergasse im 17. Bezirk machten wir uns auf den Weg zum Stephansdom in der Wiener Innenstadt. Dort  erwartete uns der Reiseleiter, der uns durch den Dom sowie die darunterliegenden Katakomben führte. Die Katakomben setzten sich aus einer Kapelle, einer Gruft der örtlichen Würdenträger sowie aus etlichen Beinhäusern zusammen. Nach dieser eindrucksvollen Erfahrung präsentierte Noemi ihren Vortrag über die Intelligenzforschung mit dem Beispiel von Wolfgang Amadeus Mozart. Deswegen besuchten wir anschliessend das Mozarthaus, nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt. Nachstehend erfolgte die Mittagspause, die wir individuell verbringen durften. Anschliessend hielten Selina, Carole und Sophie  im Aufenthaltsraum des Mozarthauses ihren Vortrag über das Aspergersyndrom. Danach besuchten wir das Hundertwasserhaus. Dort hielt Alexandra ihren Vortrag über Friedrich Hundertwasser; danach führte uns die Museumsführerin in der interessant gestalteten Ausstellung herum. Nachkommend gingen wir individuell ins Hotel zurück, es folgte eine kleine Pause und danach der Besuch eines italienischen Restaurants. Anschliessend begann das individuelle Abendprogramm. (Valerie)

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Mittwoch

Zu Beginn des Morgens hielt Imân ihren Vortrag über Melanie Klein. Anschliessend besuchten wir eine reformpädagogische Staatsschule. Wir teilten uns in kleine Gruppen auf und gingen in die verschiedenen Klassen. Je nachdem in was für eine Klasse man ging, konnte man Unterschiedliches machen. In manchen Klassen beobachtete man einfach passiv den Unterricht, in anderen hingegen konnte man aktiv mitmachen. Wir konnten ihnen zum Beispiel bei ihren Aufgaben helfen und kamen dadurch mit ihnen ins Gespräch. Auf diese Schule gehen Kinder aus einem gebildeten Umfeld, Kinder mit einem Migrationshintergrund und Kinder mit Beeinträchtigungen. Wir konnten beobachten, nach welchen Methoden die Kinder unterrichtet werden. Es wurde deutlich, dass beim Unterricht sehr darauf geachtet wird, dass jedes Kind selbstständig den vorausgesetzten Lernstoff, so weit es möglich ist, in seinem Tempo erarbeiten kann. Die Kinder erhalten dabei die Unterstützung der Lehrpersonen. Nach unserem Besuch folgten eine Besprechung und das Zusammentragen unserer Beobachtungen. Anschliessend hielten Cassandra und Chantal ihren Vortrag.
Nach der Mittagspause folgte der Besuch des Schlosses Schönbrunn. Dort bekamen wird Audio-Guides und konnten uns frei in den Räumen des prunkvollen Schlosses bewegen. Wir erfuhren vieles über die Kaiserfamilie und das Leben im Schloss. Nach der Führung gingen wir in den weitläufigen Schlosspark und hörten uns den Vortrag von Lars an.  (Johanna)
 

Donnerstag

Nun stand uns bereits der letze ganze Tag unserer Reise bevor.  Am Morgen besuchten wir das jüdische Viertel. Wir trafen uns mit einer Frau im 1. Bezirk, wo die Führung begann. Sie führte uns unter anderem an einer Synagoge vorbei, die jedoch an diesem Tag nicht zu besichtigen war. Diese Synagoge war kein alleinstehendes Gebäude, sondern in ein Wohnhaus eingebaut. Die Führung brachte uns an mehreren interessanten Orten vorbei. Das Mahnmal war eine weitere Station. Es ist das Denkmal für die 65.000 jüdischen Opfer der Schoah. Unsere Führung endete am Judenplatz, wo sich ein weiteres wichtiges Denkmal befand.  Nach der Führung hörten wir zwei Vorträge. Einer über das jüdische Wien und einer über ,,Warum Krieg? ‘‘.
Den Nachmittag verbrachten wir mit individuellem Bummeln in der Stadt. Die meisten von uns nutzten die Zeit, um Souvenirs zu kaufen und um mit dem übriggebliebenen Geld shoppen zu gehen. Dies taten wir entweder am Stephansplatz oder an der Neuengasse.
Am Abend trafen wir uns mit allen Klassen zusammen beim Prater – eine Art Vergnügungspark – und bekamen von den Lehrpersonen oder eher der Klassenkasse eine Runde auf dem Riesenrad spendiert, von welchem man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt hatte. Danach waren wir wieder frei und wir gingen in getrennten Gruppen essen und verbrachten den Abend so, wie wir Lust dazu hatten. Und sogar die Bettruhe wurde für diesen letzen Abend eine Stunde nach hinten verschoben. (Carole M.)

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Freitag

Ziemlich müde von der letzten Nacht in Wien mussten wir am Freitagmorgen um Viertel nach acht mit gepackten Koffern und bereit zur Abreise in der Lobby des Hotels aufkreuzen. Nach langem Herumstehen und Warten gingen wir dann klassenweise mit der U-Bahn in Richtung Bahnhof.  Als wir dann endlich alle am Bahnhof angekommen waren, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass unser Zug „gecancelled“ wurde. Natürlich brach bei allen gleich Panik aus, nicht nach Hause zu kommen, doch als bekannt wurde, dass ein Zug entgleist war, legte sich die Panik und alle waren froh, nicht in dem Zug gesessen zu haben.
Nach einer stressigen Fahrt in einer viel zu vollen U-Bahn konnten wir schlussendlich unseren Zug an einem anderen Bahnhof besteigen und uns auf eine lange Fahrt einstellen. Doch als dann alle in den Zug eingestiegen waren, mussten wir uns zuerst unsere Plätze erkämpfen. Ein Turnverein alter Leute hatte sich in unserem Abteil eingerichtet und wollte nicht einsehen, dass er im falschen Abteil sass. Bis dann alle Schüler/innen einen Platz hatten, waren gut 30 Minuten um und der Turnverein war in ein anderes Abteil marschiert. Die 8-stündige Fahrt vertrieben sich die meisten mit Plaudern, Spielen und vor allem mit Schlafen. Als wir dann am Abend in Basel ankamen, waren alle froh, wieder das vertraute Baseldeutsch zu hören.
Die Studienreise nach Wien war für alle Schülerinnen und Schüler eine tolle Erfahrung mit vielen schönen Momenten und Erlebnissen. Von Riesenschnitzeln über ewig lange Museumsbesuche bis zu Zugentgleisungen war für jeden etwas dabei, das in langer Erinnerung bleiben wird. (Alexandra)