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Studienreise Neapel 2015

Samstag 26.9.2015

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Kurz nach Mittag ging der Flug,
der uns're Schar nach Süden trug.
Pizza, Bildung, Wetterglück.
(… nur ein Koffer blieb zurück)

Wohlbehalten und fast vollzählig (es fehlt ein Gepäckstück) landen wir am Samstag in Neapel. Der Anblick des Hotels treibt dem begleitenden Lehrer die Tränen in die alten Augen: 40 Jahre zuvor hatte er als Schüler auf Maturreise in eben diesem Haus genächtigt!
Ein erster Rundgang durch Neapel endet nicht im angepeilten In-Lokal (erst sind wir zu früh, dann sind wir zu spät). Die erste neapolitanische Pizza lässt dennoch nicht auf sich warten und macht Lust auf (viel) mehr. Unsere fussballbegeisterten Herren wohnen anschliessend dem Spiel "Napoli" - "Juve" bei und freuen sich über den Sieg des Heimteams. (Die Freude in Turin hält sich in Grenzen.)

Sonntag 27.9.2015

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Museen … muss sehen ?!?

Unser Hauptinteresse am Sonntag gilt dem Nationalmuseum. Maartje und Yara stellen uns ausgewählte Werke vor (u.a. den Farnesischen Stier und das Alexandermosaik). Ein Museumswärter auf dem Kriegspfad lässt uns leider nur einen kurzen Blick auf die Artemis von Ephesos erhaschen. Dafür steht das "Geheimkabinett" nicht mehr nur einem "vernünftigen", erwachsenen Publikum zur Verfügung.
Einen "Tiefpunkt" erlebt unsere Gruppe bei der Besichtigung des unterirdischen Neapel unter der Kirche San Lorenzo. Die Ausführungen dazu bleiben erst an der Oberfläche und gehen danach (mit uns zusammen) "in die Tiefe".

Montag 28.9.2015

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Wenn bei Capri die rote Sonne …

Nach einem Bummel zum Hafen bringt uns ein "Speedboat" zur Ziegeninsel. Der Besuch der Tiberius-Villa muss allerdings warten, da uns 3 Boote zuerst zur anderen Seite der Insel fahren, wo die Badelustigen genussvoll ihrer Leidenschaft frönen. Auf der Rückfahrt findet das obligate Opfer an Neptun statt, indem einer der Herren - über die Bordkante gebeugt - sich einen Teil des Frühstücks noch einmal "durch den Kopf gehen lässt".
Anschliessend geht es mit der Standseilbahn und zu Fuss auf steilem Pfad zur Villa Jovis (Iovis!), die uns Dorothea ausführlich vorstellt und dabei auch das beschädigte Image des Kaisers Tiberius zu reparieren versucht.

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Dienstag 29.9.2015

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Admiror, paries, te non cecidisse ruinis,
qui tot scriptorum taedia sustineas.

Eine Zugreise bringt uns heute nach Pompeii. Da der Haupteingang und der Eingang für Schulen nicht derselbe ist, führt uns ein Spaziergang auf den rechten Weg. Aleksa und Michael führen uns sachkundig durch die weitläufige Anlage. Aufmerksame Wächter/innen verhindern, dass sich irgendwer unbefugterweise irgendwo hinsetzt. Abseits der Menschenmassen bringt uns Lars auf einer windigen Anhöhe die Graffiti-Szene von Pompeii näher.

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Mittwoch 30.9.2015

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Non olet (?!?)

Mit etwas Verspätung (ein Missverständnis!) finden wir den bestellten Bus, der uns der Küste entlang zu den Phlegräischen Feldern fährt. Nach dem Besuch des eindrücklichen Amphitheaters in Pozzuoli (mit begehbarem Untergeschoss) führt der Schwefelgeruch in Solfatara mehrheitlich zu gerümpften Nasen. (Einzig unsere Frau Dr. Wesselmann entwickelt bei diesen Düften Hungergefühle.) Die Erläuterungen von Mirjam und Darius geben Aufschluss über den (ebenerdigen) Vulkan, auf dem wir gerade stehen.

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Eine Überraschung ist Baiae: Nachdem uns Aurélie und Estelle über den Ort und die antike Badekultur berichtet haben (mit pikanten Details und lateinischen Zitaten), besichtigen wir die grossartige, vielseitige Anlage mit einem Merkurtempel und einem Feigenbaum, der aus dem Gestein nach unten wächst. (Die meisten Reiseführer erwähnen nur die unter Wasser zu besichtigenden, versunkenen Teile Baiaes.)

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Kurz vor "Ladenschluss" erreichen wir das Gelände von Cumae, werfen auf unserem Rundgang einen Blick auf die (nicht zugängliche) Grotte der Sibylle und geniessen den atemberaubenden Meerblick. Jaimys Referat über Vergils Aeneis und die Sibylle von Cumae findet (mit Rücksicht auf den Feierabend der freundlichen Parkbediensteten) draussen statt.

Donnerstag 1.10.2015

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Per aspera ad ...

Wir nehmen Abschied von Neapel. Aurélie ist wieder vereint mit ihrem Koffer.
Unser Bus fährt Richtung Süden. Zuerst besuchen wir Herculaneum, das - auf kleinerem Raum - eigentlich mehr bietet und weniger menschenvoll ist als Pompeii. Joshua und Tim (und ihre Handys) geben uns Aufschluss über die Gründung der Stadt durch Hercules und die damit verbundene Sage vom Rinderdieb Cacus. Danach zeigt und erläutert uns Emanuel die (meisten) wichtigen Gebäude der Stadt.
Noch in Herculaneum hält Lorène ihren Vortrag über den Vesuv, der das nächste Ziel unserer Reise ist. Das Referat schildert - den Berichten des jüngeren Plinius folgend - die Ereignisse rund um den Ausbruch des Vulkans und die Zerstörung (Konservierung?) von Pompeii.
 

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Nachdem unser Fahrer uns zunächst den falschen Weg zum Vesuv gewiesen hat (Sackgasse!), erreichen wir - bei wolkenverhangenem Himmel - den Vesuv und steigen zum Krater hinauf. Der Blick in den Krater ist eindrücklich (und sehr viel willkommener als der Blick in andere "Abgründe").

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Rechtzeitig gelangen wir darauf nach Torre Annunziato zur Villa Oplontis. Wir sehen uns ausgiebig in der Luxusvilla um und bewundern gut erhaltene Fresken.
Am Abend erreichen wir die gastliche Villa Rita, unsere Unterkunft für die beiden letzten Nächte der Reise. Vor der Haustür liegen die herrlichen Tempelanlagen von Paestum.

Freitag 2.10.2015

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Philosophari necesse est

Der Freitag führt uns nach Velia (Elea). Auf dem Rundgang (der nicht gar so lang ist wie angegeben) gibt es viel Verschiedenes zu sehen, obwohl erst ein geringer Teil der Fundstücke zu Tage gefördert wurde. "Höhepunkt" ist der auf dem Hügel gelegene Turm, wo die Philosphenschule des Parmenides beheimatet ist, worüber Sunniva fundiert referiert.

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Den kulturellen Abschluss der Reise bildet die Rückkehr nach Paestum, der Besuch der prächtigen Tempel und die entsprechenden Ausführungen von Léo und Till. Ein kurzes, intensives Bad im Meer (im benachbarten Agropolis) rundet den Tag ab.

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Nach der Rückkehr ins Hotel regnet es "cats and dogs", was laut Wetterbericht eigentlich die ganzen zwei Tage in Paestum hätte geschehen sollen:
Glück gehabt! - mit dem Wetter,
- mit der Reise,
- mit der Gesellschaft,
- mit dem Timing,
- mit dem Essen (meistens),
- mit freundlichen und (vorwiegend) unbürokratischen Menschen.

Sogar die zeitweilige Metamorphose einiger Schüler konnte rechtzeitig vor der Heimreise rückgängig gemacht werden ...
 

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