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Griechenland 2012

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HOSIOS LOUKAS: Mittwoch, 19.9.12

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Hosios Loukas - Kaholikon

Nach unserer Ankunft in Athen stiegen wir in unseren Reisebus und fuhren zum Kloster Hosios Lukas. Dort hörten wir unseren ersten Vortrag: Uns wurde über die Entstehung der Orthodoxen Kirche, den Heiligen Loukas und über das orthodoxe Klosterleben berichtet. Wir besuchten die Krypta und das Katholikon des tausend Jahre alten Klosters. Danach traten wir die Weiterfahrt an und fuhren nach Delphi, wo wir zu Abend assen und auch übernachteten.

DELPHI: Donnerstag, 20.9.12

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Nachdem alle früh aufgestanden waren und gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg zu den Ausgrabungsstätten Delphis. Zwei unserer Mitschüler führten uns während ihres vierstündigen Vortrages über das gesamte Gelände Delphis. Das bedeutendste Orakel der Antike liegt inmitten einer beeindruckenden Felsenlandschaft – es ist nicht verwunderlich, dass hier ein Heiligtum entstanden ist. Zuerst besuchten wir das Athena-Pronaia-Heiligtum, dann den Apollon-Tempel mit seinen gewaltigen Säulen und schliesslich das Stadion. Anschliessend besichtigten wir noch das Museum, in dem neben unzähligen Votivgaben aus allen Epochen auch der berühmte Wagenlenker und der Hermes des Praxiteles zu sehen sind.
Danach fuhren wir weiter und hielten auf dem Weg noch am Meer an, um baden zu gehen. Abends kamen wir in Olympia an, wo wir übernachteten. Einige der Schüler nutzten die Zeit bis zum Abendessen, um im Pool des Hotels zu baden, andere besuchten nach dem Essen noch die Innenstadt.

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OLYMPIA und MESSENE: Freitag, 21.9.12

Am Morgen besichtigten wir Olympia, den Austragungsort der antiken Olympischen Spiele. Unter anderem sahen wir Gebäude wie z.B. das Gymnasion, den Zeustempel oder das Stadion. Im Stadion veranstalteten wir auch ein Wettrennen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen, was sehr amüsant und in Anbetracht der antiken Kulisse auch beeindruckend war. Was beim Besuch von Olympia klar wird: Sport hatte in der Antike eine völlig andere Bedeutung als heutzutage. Das Gelände ist voller Heiligtümer – die Spiele waren nicht zur Unterhaltung da, sondern wurden zu Ehren der Götter ausgetragen, an einem Ort, der ursprünglich vielleicht dem Pelops geweiht war, dem Namensgeber des Peloponnes.

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Auf dem Weg nach Kalamata besuchten wir noch das Asklepieion in Messene. Zwei unserer Mitschüler erzählten uns über den Heilgott Asklepios und seinen Kult, während sie uns über das Gelände des Heiligtums führten, das man als antiken ‘Kurort’ bezeichnen könnte. Sportlich wurde es im Anschluss an die Ausgrabungsbesichtigungen bei einer Kletterpartie über die riesigen Mauern von Messene, die der Stadt einst als Verteidigungswall gegen die Spartaner dienten und uns stark an die Chinesische Mauer erinnerten.

Als wir in unserem Hotel etwas ausserhalb von Kalamata, einer Stadt am Golf von Messina, ankamen, waren alle begeistert von der atemberaubenden Aussicht auf das Meer. Das Abendessen fand auf der Terrasse im Freien statt.

PYLOS: Samstag, 22.9.12

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An diesem Tag durften wir ausnahmsweise etwas länger schlafen. Wir frühstückten ganz gemütlich und gingen im Pool und im Meer schwimmen. Um ungefähr 11 Uhr brachen wir auf, um den mykenischen ‘Nestor-Palast’ in der Nähe von Pylos anzuschauen. Interessant war hier unter anderem die ‘Badewanne’ – in der Odyssee wird geschildert, wie Odysseus’ Sohn Telemachos in Nestors Palast ein Bad nimmt – und das riesige mykenische Kuppelgrab.
Anschliessend fuhren wir noch zur kleinen Hafenstadt Pylos, wo wir auch baden konnten. Abends assen wir in einem Restaurant am Hafen von Kalamata.

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MYSTRAS: Sonntag, 23.9.12

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Am frühen Morgen brachen wir auf, um nach Nafplion zu fahren. Sehr eindrücklich war die Fahrt mit dem Bus durch das steile Taygetos-Gebirge, wo der Legende nach einst Artemis gejagt haben soll. Unterwegs hielten wir in Mystras, einer verlassenen alten Festungsstadt, die am Hang eines Berges gebaut ist. Hier waren vor allem die unterschiedlichen Baustile der Gebäude interessant. Manche waren im fränkischen, andere im byzantinischen Stil gebaut. Auch muslimische Gebäude aus der Zeit des osmanischen Reiches sind vorhanden. Am Nachmittag kamen wir in Nafplion an und assen am Hafen zu Abend.

EPIDAUROS und TIRYNS: Montag, 24.9.12

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Früh morgens besuchten wir das Hauptheiligtum des Asklepios in Epidauros. Hier faszinierte uns vor allem das riesige Theater, und wir verbrachten einige Zeit damit, seine spezielle Eigenschaft auszuprobieren, auch die leisesten Geräusche bis in die letzte Reihe zu tragen. Eine Gruppe von Schülern stellte sich auf der Bühne auf und sang “Halleluja”, ein anderer Schüler zitierte das Prooimion der Odyssee.

Anschliessend besuchten wir die Burg in Tiryns. Hier fanden wir riesige Burgmauern vor, sogenannte Zyklopenmauern. Ihren Namen erhielten sie, weil sich die Leute damals nicht erklären konnten, wie solch riesige Steine von Menschenhand zu Mauern gemacht werden konnten. Sie schlossen daraus, dass sie nur von Zyklopen gebaut sein konnten.
Wieder zurück im Hotel hatten wir den Nachmittag frei. Die meisten Schülerinnen und Schüler nutzten diese Zeit, um baden zu gehen. Am Abend hatten wir die Möglichkeit, unseren ersten griechischen Gyros zu essen.
 

MYKENE und ARGOS: Dienstag, 25.9.12

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Zuerst besuchten wir Mykene, der Sage nach der Wohnort des Atriden Agamemnon. Beeindruckend waren hier das Löwentor und wieder die Zyklopenmauern und die riesigen Kuppelgräber, angeblich diejenigen Agamamnons und Klytaimnestras. In die schroffe Felsenlandschaft fügt sich der Atridenmythos gut ein, eine Familiengeschichte aus einer Serie von Gewalttaten.

Anschliessend besuchten wir das Heraion, das Hera-Heiligtum, welches sich ganz in der Nähe von Mykene befand. Hier hat sich laut Herodot die Geschichte von Kleobis und Biton zugetragen: Die Mutter der beiden Jünglinge wollte das Hera-Fest besuchen, hatte jedoch kein Gespann, worauf sich ihre beiden Söhne vor den Wagen spannten und ihn zogen. Im Heiligtum angekommen, bat die Mutter die Göttin Hera, ihren Söhnen zum Dank für ihre fromme Tat das Beste zu gewähren, was einem Menschen widerfahren könne. Die beiden Jünglinge schliefen im Tempel ein und waren am anderen Morgen tot ...

 

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Später besichtigten wir noch die Stadt Argos selbst, wegen ihres Theaters und ihren römischen Thermen. Auch in diesen, so zeigte sich, liess sich gut herumklettern.

Gegen Abend stiegen einige Schüler noch auf die mittelalterliche Burg in Nafplion, von der man einen wunderschönen Blick auf das Meer hatte und den Sonnenuntergang geniessen durfte.

KORINTH: Mittwoch, 26.9.12

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Auf dem Weg nach Athen wollten wir noch Korinth besichtigen. Leider stellte sich heraus, dass überall in Griechenland die Angestellten streikten, was für uns bedeutete, dass wir das Gelände nicht betreten konnten. Trotzdem hörten wir den Vortrag unserer zwei Mitschüler an und konnten die antike Stadt durch den Maschendrahtzaun hindurch betrachten und fotografieren. Danach besichtigten die mittelalterliche Stadt Akrokorinth: Zum Schutz vor Piraten auf die Bergkette über Korinth gebaut, beherbergte sie einst ein friedliches Nebeneinander von Moslems und Christen, mit Wohnhäusern, Kirchen und Moscheen.

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 Nachdem wir den Kanal überquert hatten, kamen wir nach Athen! Dort hatten wir eigentlich geplant auf die Akropolis zu gehen, doch nun mussten wir unsere Pläne ändern und besuchten stattdessen das neue Akropolis-Museum – eine gelungene Mischung aus spektakulärer moderner Architektur und den in Griechenland verbliebenen Ausstellungsstücken von der Akropolis – die ‘Elgin Marbles’ befinden sich weiterhin in London.

AIGINA: Donnerstag, 27.9.12

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 Frühmorgens nahmen wir das Schiff im Hafen von Piräus zur kleinen Insel Ägina. Dort besichtigten wir den Aphaia-Tempel. Grossartig war die Idee der Referentinnen, die Giebelfiguren nachstellen zu lassen (siehe auch das Foto oben) – die Originale befinden sich in der Münchner Glyptothek. Anschliessend machten wir eine kleine Wanderung zum Meer hinunter, wo wir in einem kleinen Dorf zu Mittag assen. Wir nahmen den Bus und gelangten somit wieder in den Ortskern. Dort verbrachten wir den Rest des Nachmittags am Meer. Zurück im Hotel konnten wir dann unser Abendessen auf der Dachterrasse geniessen, auf der man eine wunderschönen Aussicht auf die beleuchtete Akropolis und ganz Athen hatte.

ATHEN: Freitag, 28.9.12

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 Zuerst besichtigten wir die Akropolis und sahen somit das Wahrzeichen Athens, den Parthenon. Natürlich konnten wir auch das Erechtheion und die Propyläen bewundern.
Zusätzlich lernten wir auch, was der Unterschied zwischen ionischen und dorischen Säulen ist und woran man sie erkennt. Interessant war auch noch das Dionysos-Theater, über welches uns Herr Külling einen Vortrag hielt und in dem er uns die Entstehungsgeschichte des griechischen Theaters noch weiter erläuterte.

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Während eines weiteren Vortrages wurden wir von zwei Mitschülern über die Agora, den Marktplatz Athens, geführt. Hier sahen wir unter anderem den Hephaistos-Tempel und den Zeus-Tempel.

Am Nachmittag durfte man noch, wenn man wollte, mit Frau Wesselmann und Frau Eder das Nationalmuseum besuchen. Hier bot sich uns ein Überblick über die bisherige Reise: Die Schätze Mykenes, die Wandfriese aus Pylos und Tiryns, Weihgaben aus Delphi und Olympia fügten sich hier zu einer archäologischen Rundschau zusammen.
An diesem Abend gingen wir alle noch einmal gemeinsam essen und weil ein Schüler Geburtstag hatte, durften wir anschliessend eine Fahrt mit einer kleinen Touristen-Eisenbahn durch Athen geniessen.

ATHEN und SOUNION: Samstag, 29.9.12

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Als erstes besuchten wir den Kerameikos, den Friedhof in Athen, der ganz in der Nähe unseres Hotels lag. Dort hörten wir unseren letzten Vortrag über Bestattungsriten und Totenbräuche der antiken Griechen. Abschliessend fuhren wir zum windigen Kap Sounion, welches sich an der südlichsten Spitze Attikas befindet und welches wegen des antiken Marmortempels Poseidons berühmt ist. Ausserdem soll sich dort der Legende nach König Aigeus von den Klippen ins Meer gestürzt haben, als er die Flotte seines Sohnes Theseus mit schwarzen Segeln von Kreta zurückkehren sah.
Danach fuhren wir zum Flughafen. Da unser Flugzeug 2 ½ Stunden Verspätung hatte, bekamen wir von Swiss ein Gratis-Essen spendiert und kamen alle gesund und munter, wenn auch müde, um halb eins in der Nacht in Basel an.

Bericht: Stella Treumann, Matthias Hübner, Katharina Wesselmann

Fotos: Elisa Bösch, Katharina Wesselmann