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Encuentro con Alejandro Palomas

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Das Gymnasium am Münsterplatz hat, in enger Zusammenarbeit mit der Spanischen Botschaft in Bern und deren Bildungs- und Kulturrat, den Besuch des Schriftstellers Alejandro Palomas am GM organisiert. Das Treffen findet im Rahmen des von der Spanischen Botschaft gestarteten Projekts "La Magia de la Voz" (Die Magie der Stimme).

Der spanische Schriftsteller Alejandro Palomas (Barcelona, 1967) wird am 7. Dezember 2017 am Gymnasium am Münsterplatz zu Gast sein und sich dort mit rund 40 Schwerpunktfach Spanisch-Schülerinnen und -Schülern der 4. Klasse (11. Schuljahr) über sein Werk und seine Tätigkeit als Schriftsteller austauschen.

Autor, Übersetzer und Philologe, studierte Palomas zunächst Englische Sprache und Literatur an der Universität von Barcelona und absolvierte anschliessend einen Master in Poetics am New College of San Francisco. Nach abgeschlossenem Studium arbeitete er zunächst als Übersetzer in wichtigen spanischen Verlagshäusern und als Redakteur für verschiedene Medien, was sich gut mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit ergänzte.

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Zu den Werken von Palomas zählen Titel wie "Tiempo del corazón", "El alma del mundo" und "El secreto de los Hoffman". Mit seiner Trilogie „Una madre“, „Un hijo“ und „Un perro“ landete er grossen Erfolg.

Palomas Romane drehen sich in der Regel um wohlbehütete Geheimnisse ihrer Protagonisten, welche zu einem gewissen Zeitpunkt ans Tageslicht treten. Eine kleine Enthüllung kann plötzlich die Türen zu einer komplexen Welt familiärer und sozialer Beziehungen öffnen, in welcher die Charaktere gefangen sind. Palomas Erzählstil charakterisiert sich durch einen aufmerksamen, akribischen Blick auf die kleinen Details, welchen unseren Alltag ausmachen und die im hektischen Trott unbemerkt an uns vorbeigehen. Palomas‘ Auseinandersetzung mit diesen Details erlaubt uns eine Introspektion der Figuren, welche die Widersprüche, die unaussprechbaren und nicht immer kohärenten Gefühle sowie Ängste und Konflikte mit sich selbst und mit anderen aufdeckt.

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Die Schwierigkeit der Kommunikation und der zwischenmenschlichen Beziehungen steht in Palomas Romanen im Mittelpunkt der Erzählung. In „Un hijo“, dem Werk, das von unseren Schülerinnen und Schüler als Vorbereitung auf das Treffen gelesen wurde, kommen all diese Themen zusammen. Palomas benutzt die Familie als Terrain für seine Erkundung zwischenmenschlicher Interaktion, wobei die Familie als Metapher für die Gesellschaft zu verstehen ist. „Familiäre Beziehungen“, so Palomas, „sind in ihrer winzigen Sphäre die Widerspiegelung menschlicher Beziehungen.“

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Einer der Schlüssel zum Erfolg des Autors ist die Behandlung, die er seinen Kreaturen zukommen lässt: Er gibt kein Urteil über sie ab, sondern will, dass die Leserschaft ihre Standpunkte versteht und ihre tiefsten Gefühle entdeckt.

Alejandro Palomas gewann im Jahre 2016 den Nationalen Preis für Kinder- und Jugendliteratur für seinen Roman „Un hijo“. Sein bisheriges Werk wurde in acht Sprachen übersetzt.

Ein herzlicher Dank an die Spanische Botschaft und im speziellen an deren Bildungs- und Kulturrat, welche uns diesen für die Schülerschaft des GM äusserst wertvollen Anlass ermöglichen!

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