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Maturareise 4B nach Amsterdam
Wäre unser Nachtzug nicht eine Woche vor der Abreise storniert worden, hätten wir uns auf die Hinreise sicher mit mehr Vorfreude gefreut. So aber lagen unsere Nerven blank, als wir uns am frühen Montagmorgen in den noch leeren ICE setzten. Doch die Sorgen stellten sich als unbegründet heraus: Wir kamen ohne Zwischenfälle und (ganz wichtig!) mit Sitzplätzen bis nach Amsterdam.
Aufgrund der kurzfristigen Umstellung blieb uns am Montag allerdings keine Zeit für mehr Programm als das gemeinsame Essen in einer Food-Hall und das selbstständige erste Entdecken der niederländischen Hauptstadt. Am Dienstag starteten wir dann – ganz klassisch, könnte man sagen – mit einer Bootstour. Das Boot hatten wir ganz für uns allein und wir fuhren durch die unzähligen Grachten der Stadt.
Nach einer Stärkung ging es ins Rijksmuseum, in dem wir nicht nur die Kunst bestaunen konnten, sondern uns dank einer Familienschnitzeljagd (definitiv für jüngere Kinder gedacht) auch mit der Kuratorin Pendula, die nur auf unseren Tablets existierte, herumschlagen mussten. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis. Nach unserem gemeinsamen Abendessen machten wir, beinahe als ganze Klasse, einen Abstecher in eine Jazzbar. Musik und Drinks waren ausgezeichnet.
Nachdem wir den Mittwoch alle mit individuellen Shoppingtouren begonnen hatten, wurde am Nachmittag unser Ehrgeiz so richtig gefordert. Bei einer Mystery-City-Tour, einer Art Escape-Room durch die Stadt, bei der wir in vier Gruppen gegeneinander antraten, wurde definitiv unser Drang zu gewinnen geweckt. Herr Moor meinte zu Recht: «Niemals so etwas mit einer IB-Klasse machen!», denn das Team mit unseren Betreuungslehrpersonen landete auf dem letzten Platz. Auch an diesem Abend blieben wir als Klasse zusammen, assen gemeinsam zu Abend und sangen uns in der Karaokebar die Seele aus dem Leib.
Am nächsten Tag war aber wieder volle Konzentration gefragt, denn wir durften in einem Workshop unsere ganz eigenen Stroopwafels backen und dekorieren. Obwohl wir für den Abend kein gemeinsames Essen geplant hatten, wollten wir ihn trotzdem als Klasse verbringen und bestellten uns deshalb Essen in die Hotellobby.
Ja, und dann war auch schon Freitagmorgen und wir mussten zum Zug rennen, damit er uns zurück nach Basel bringen konnte. Die Erinnerungen und Erlebnisse der letzten Tage waren noch immer frisch in unseren Köpfen und wir trauerten der Reise bereits hinterher.