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Das Gymnasium am Münsterplatz - eine fast unendliche Geschichte

Mitten in der Altstadt, gegenüber dem Münster, hat das Gymnasium am Münsterplatz einen attraktiven Standort. In wenigen Schritten erreicht man die Innerstadt, und die historischen Bauten und Museen liegen vor der Haustür. Die historische Umgebung wird von der Schule genutzt: So werden der Münsterplatz und die Pfalz zum erweiterten Pausenhof und Unterrichtsraum.
Auch die geschichtliche Vergangenheit, welche für die Schule grosse Bedeutung hat, ist fast überall gegenwärtig: Die Rittergass-Turnhalle steht über dem Keltenwall, die Aula über einer römischen Mauer. Auf dem Münsterplatz liegt ein römischer Sodbrunnen; man hat Reste von Arbeits- und Webkellern aus dem Mittelalter gefunden. Vom Münster und den alten Häusern wollen wir gar nicht reden. Hier befindet sich das älteste, bewusst als Schule gebaute Haus Basels. Seit mehr als tausend Jahren wird im Schatten des Münsters Latein gelernt und gelehrt. Während der Reformation wurde aus der kirchlichen die städtische Lateinschule. Der ehemalige Walliser Geissbub Thomas Platter war ihr Rektor. 1589 wurde das Gymnasium gegründet.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben hier Jakob Burckhardt und Friedrich Nietzsche in den oberen Klassen unterrichtet. 1968 traten die ersten Mädchen ins Gymnasium ein; 1973 bestand die erste Schülerin die Matur. Seither ist es vorbei mit der alten Knabenschule «auf Burg»: Heute besuchen mehr Mädchen als Jungen das Gymnasium am Münsterplatz.
Auf dem Münsterplatz sprechen heute Touristen die Sprachen aus der ganzen Welt. Da fühlt sich das GM angesprochen: Seit 1998 bietet es neben den modernen Fremdsprachen Französisch und Englisch Spanisch als Schwerpunktfach an. Und seit 2002 führt das GM mit Immersionsunterricht in Englisch zu einer zweisprachigen Matur.
Der Name «Humanistisches Gymnasium», den die Schule von 1930 bis 1997 getragen hat, steht für die Bildungsidee, zu der sich das Gymnasium am Münsterplatz auch heute bekennt. Das Schwerpunktfach Philosophie-Psychologie-Pädagogik wird seit 2008 am GM angeboten. Es knüpft an die Auseinandersetzung der antiken Philosophie mit dem Menschen an und führt diese unter Einbezug der im 19. und 20. Jahrhundert entstandenen Wissenschaften der Psychologie und Pädagogik fort.

 
 
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